Dem österreichischen Bundesheer gehen langsam die Militärärztinnen und Militärärzte aus, weil viele bald in Pension gehen.

Die Ärztekammer – das ist die Standesvertretung der Ärztinnen und Ärzte – hat bei einer Pressekonferenz in Wien Alarm geschlagen. Aktuell hat das Bundesheer nur 170 aktive Militärärztinnen und Militärärzte. Gleichzeitig gehen in den nächsten Jahren viele davon in Pension, man spricht von einer „Pensionierungswelle". Das bedeutet: Es fehlt bald Nachwuchs, der diese wichtige Arbeit übernehmen kann.

Was machen Militärärzte eigentlich? Sie versorgen zum Beispiel Wehrdiener, also junge Männer, die ihren Grundwehrdienst leisten. Sie helfen auch bei Katastrophen wie Überschwemmungen oder Erdbeben im Inland. Außerdem sind sie im Einsatz, wenn das Bundesheer anderen Ländern hilft – zum Beispiel auf dem Balkan oder im Libanon. Für das „Projekt 2032+" plant das Bundesheer sogar mobile Operations-Einrichtungen, die auch selbstständig arbeiten können. Dafür braucht es aber viel mehr Personal als jetzt.