Im Jahr 2025 wurden weltweit 2.707 Menschen in 17 Ländern hingerichtet – der höchste Stand seit 1981, wie Amnesty International berichtet.

Dramatischer Anstieg der Hinrichtungen

Die Zahl der Hinrichtungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 78 Prozent an. 2024 waren es noch mindestens 1.518 Exekutionen gewesen. "Für den Negativrekord ist laut Amnesty der Iran hauptverantwortlich", heißt es in dem Bericht. Das Land vollstreckte mindestens 2.159 Todesurteile, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.

Saudi-Arabien folgt mit mindestens 356 Hinrichtungen auf Platz zwei. Zusammen waren die beiden Länder für 93 Prozent aller dokumentierten Exekutionen verantwortlich. "96 Prozent der Hinrichtungen in der MENA-Region (Nahost und Nordafrika) wurden vom Iran und Saudi-Arabien durchgeführt", so Amnesty International.

Auch in anderen Ländern nahmen die Hinrichtungen deutlich zu: In Kuwait verdreifachte sich die Zahl von sechs auf 17, in Ägypten stieg sie von 13 auf 23 und in Singapur verdoppelte sie sich von neun auf 17.

Regionale Unterschiede und globale Trends

Während in Europa und Zentralasien 2025 keine Todesurteile verhängt oder vollstreckt wurden, blieben die USA das einzige Land auf dem amerikanischen Kontinent, das die Todesstrafe anwandte. "Die USA führten 2025 als einziges Land in den Amerikas die Todesstrafe durch", heißt es in dem Bericht. Die Hälfte der dortigen Hinrichtungen fand im Bundesstaat Florida statt.