Im Jahr 2025 haben sich über 13.000 Menschen bei der Antidiskriminierungsstelle gemeldet, weil sie sich benachteiligt gefühlt haben - so viele wie nie.

Im vergangenen Jahr haben sich über 13.000 Menschen in Deutschland an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewandt. Sie fühlten sich wegen ihrer Herkunft, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder einer Behinderung benachteiligt. Das waren 15 Prozent mehr Anfragen als im Jahr davor. Besonders oft ging es um Diskriminierung am Arbeitsplatz (3.600 Fälle) und beim Suchen einer Wohnung. Auch im Gesundheitswesen und bei Behördengängen haben sich viele gemeldet.

Die Antidiskriminierungsstelle berät Menschen, die sich diskriminiert fühlen, und zwar kostenlos. Sie hilft zum Beispiel, Briefe zu schreiben, Anwälte zu finden oder zu prüfen, ob das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) greift. Leiterin Ferda Ataman sagt: Diskriminierung schadet nicht nur den Betroffenen, sondern auch der Wirtschaft und der Gesellschaft insgesamt. Deshalb brauche es klare Regeln, damit alle in Freiheit und Sicherheit leben können.