Im Jahr 2025 waren so viele Menschen in Deutschland von Armut betroffen wie nie zuvor – das sagt ein neuer Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands.

Laut dem Bericht leben rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland in Armut, wenn man nur das Einkommen anschaut. Das sind 16,1 Prozent der Bevölkerung – ein neuer Rekordwert. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren es noch 0,6 Prozentpunkte weniger. "Trauriger Rekord" nennt der Verband diese Entwicklung.

Was heißt eigentlich "arm" in so einer Statistik? Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Für eine einzelne Person bedeutet das zum Beispiel weniger als 1.446 Euro netto im Monat. Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren liegt die Grenze bei 3.036 Euro netto im Monat.

Die Situation ist je nach Region sehr unterschiedlich. In Bayern und Baden-Württemberg ist die Armutsquote mit rund 13 Prozent am niedrigsten. In Bremen, Sachsen-Anhalt und Regionen wie Trier oder Weser-Ems liegt sie dagegen teils über 20 Prozent. Das hat auch damit zu tun, wie gut Jobs vor Ort bezahlt werden und wie teuer das Leben ist.