In Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland leben immer mehr Menschen in Armut. Was bedeutet das – und was kann man dagegen tun?
Was ist passiert? In Rheinland-Pfalz gelten laut einem neuen Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands 15,9 Prozent der Menschen als arm. Bundesweit sind es sogar 16,1 Prozent – der höchste Wert seit 2020. Besonders betroffen ist die Region Trier mit 21,4 Prozent. Vor allem Alleinlebende (30,3 Prozent) und ältere Menschen ab 65 Jahren (19,5 Prozent) trifft es überdurchschnittlich oft. Vor zwei Jahren lag die Quote in Rheinland-Pfalz noch bei 12,3 Prozent.
Wer hilft? Der Paritätische Wohlfahrtsverband Rheinland-Pfalz/Saarland macht auf die Lage aufmerksam. Sein stellvertretender Landesgeschäftsführer Ralph Stappen sagt, Armut sei keine abstrakte Zahl, sondern werde vor Ort sichtbar – in Städten, Regionen und Lebenslagen. Der Verband fordert von der Politik armutsfeste Sozialleistungen, faire Löhne, bezahlbare Wohnungen und gute Beratungsangebote in den Kommunen.
