In Hessen leben laut dem Paritätischen Wohlfahrtsverband rund eine Million Menschen in Armut – das ist ungefähr jede sechste Person.

Im Jahr 2025 sind 17,3 Prozent der Menschen in Hessen arm. Das bedeutet: Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens hat, gilt als armutsgefährdet. Für eine Einzelperson waren das im Jahr 2025 weniger als 1.445 Euro im Monat. Zum Vergleich: Der Durchschnitt in ganz Deutschland liegt bei 16,1 Prozent – Hessen ist also schlechter als der Bundesschnitt. Im Jahr 2024 waren es in Hessen noch 15,5 Prozent, die Quote ist also gestiegen.

Besonders betroffen sind Alleinerziehende, Familien mit Kindern, ältere Menschen, Frauen und Menschen, die Unterstützung brauchen. Allein Erziehende mit einem Kind gelten schon als arm, wenn sie weniger als 1.879 Euro im Monat haben. Innerhalb von Hessen gibt es große Unterschiede: In Kassel sind 19,2 Prozent betroffen, in Gießen 18,4 Prozent und in Darmstadt 16,4 Prozent. Viele der Betroffenen können sich nicht viel leisten – manche müssen sogar beim Essen sparen.