In Berlin ist die Zahl der armen Menschen 2025 deutlich gestiegen – eine Politikerin spricht von einem Warnsignal für die Politik.
Was ist passiert? Ein großer Sozialverband, der Paritätische Wohlfahrtsverband, hat untersucht, wie viele Menschen in Deutschland arm sind. Das Ergebnis für 2025: In Berlin leben 18,7 von 100 Menschen in Armut – das sind ungefähr 2 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor. Bundesweit sind es 16,1 Prozent. Damit gehört Berlin zu den Bundesländern mit der höchsten Armut in ganz Deutschland. Cansel Kiziltepe, die Sozialsenatorin von Berlin, sagt: Das sei ein "Weckruf". Damit meint sie: Die Politik muss jetzt aufwachen und handeln.
Wer hilft? In Berlin versucht die Landesregierung, Familien und Kindern das Leben etwas leichter zu machen. Es gibt zum Beispiel kostenloses Essen in der Grundschule und ein billigeres Ticket für Bus und Bahn. Soziale Verbände wie der Kinderschutzbund oder die Diakonie setzen sich dafür ein, dass Familien mehr Geld bekommen – zum Beispiel durch eine Kindergrundsicherung. Auf Bundesebene wird gerade diskutiert, ob und wie der Sozialstaat reformiert werden soll.
