Die Regierung hat eine Erhöhung des BAföGs versprochen, aber jetzt streiten die Parteien darüber, ob das Geld wirklich fließt.
Stell dir vor, dir wurde etwas versprochen – und dann heißt es plötzlich: Vielleicht doch nicht. Genau das passiert gerade mit dem BAföG. Die Regierung aus CDU/CSU und SPD hatte im Koalitionsvertrag festgelegt, dass die BAföG-Sätze steigen sollen. Der erste Schritt war für das kommende Wintersemester geplant: Der Zuschuss für die Miete sollte von 380 auf 440 Euro im Monat klettern. Später sollte dann der ganze Grundbedarf dauerhaft erhöht werden.
Doch jetzt wackelt der Plan. Forschungsministerin Dorothee Bär von der CSU sagte, sie glaube nicht mehr, dass die Reform eine Mehrheit findet. Ihr Argument: Der Staat muss sparen, und wenn schon bei der Pflege und beim Elterngeld gekürzt wird, kann man nicht gleichzeitig beim BAföG mehr Geld versprechen. Bär meinte außerdem, es sei „kein Drama, wenn Studierende neben dem Studium jobbten“.
