Fiskalratschef Christoph Badelt findet es völlig normal, dass sich die Regierungsparteien bei den Budgetplänen für die nächsten Jahre noch nicht einig sind.
Stell dir vor, drei Freundesgruppen planen gemeinsam eine große Reise. Jede Gruppe hat eigene Wünsche, wohin es gehen soll und wie viel Geld ausgegeben wird. Bis alle zufrieden sind, wird viel diskutiert – und das dauert. Genau so läuft es gerade in der österreichischen Bundesregierung. Die drei Parteien ÖVP, SPÖ und Neos verhandeln über das Budget, also darüber, wofür der Staat in den Jahren 2027 und 2028 Geld ausgibt.
Christoph Badelt ist der Chef des Fiskalrates. Diese Einrichtung prüft, ob die Finanzplanung des Staates solide ist. Am Sonntag war er im Fernsehen zu Gast und sagte: Lange Diskussionen und Kompromisse seien in einer Koalition ganz normal. Er nannte das den „Preis einer Koalition“. Finanzminister Markus Marterbauer von der SPÖ hatte zwar gesagt, die Verhandlungen seien fertig, aber ein wichtiges Begleitgesetz fehlt noch.
