2025 haben so viele Menschen in Deutschland einen deutschen Pass bekommen wie noch nie seit dem Jahr 2000.

Insgesamt haben 332.500 Menschen 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen, das waren 14 Prozent mehr als im Jahr davor. Damit wurde zum ersten Mal die Grenze von 300.000 Einbürgerungen in einem einzigen Jahr überschritten, seitdem das Statistische Bundesamt in Wiesbaden diese Zahlen im Jahr 2000 überhaupt zählt.

Die größte Gruppe waren Menschen aus Syrien: 65.600 von ihnen wurden eingebürgert. Das entspricht ungefähr jedem fünften neuen deutschen Pass. Auf Platz zwei lagen Menschen aus der Türkei mit 34.100 Einbürgerungen, gefolgt von Menschen aus Russland mit 19.700. Auffällig war der starke Anstieg bei Menschen aus Bosnien und Herzegowina: Hier verdoppelte sich die Zahl fast auf 8.800.

Wer in Deutschland eingebürgert werden will, muss normalerweise seit fünf Jahren rechtmäßig hier leben. Vor der Reform 2024 waren es noch acht Jahre. Außerdem darf man seit der Reform in der Regel seine alte Staatsbürgerschaft behalten, also zwei Pässe besitzen. Eine kurzzeitig mögliche Turbo-Einbürgerung nach nur drei Jahren bei besonderen Integrationsleistungen wurde Ende Oktober 2025 wieder abgeschafft.