Wer gerade in Deutschland eingebürgert wird, entscheidet sich fast immer dafür, den Pass aus dem Herkunftsland zu behalten.
Seit Ende Juni 2024 gilt in Deutschland ein neues Einbürgerungsrecht. Vorher durften nur Menschen aus der EU oder in Ausnahmen zwei Pässe haben. Heute darf grundsätzlich jeder den alten Pass behalten, der deutsch wird. Das haben SPD, Grüne und FDP damals gemeinsam beschlossen. Eine frühere Idee, schon nach drei Jahren eingebürgert zu werden, hat die neue schwarz-rote Regierung aber wieder abgeschafft – jetzt sind es in der Regel wieder fünf Jahre Aufenthalt.
Schaut man sich die Städte an, die Zahlen gesammelt haben, zeigt sich: Zwischen 85 und 98 von 100 neuen Deutschen haben den Doppelpass. Die paar, die ihn nicht nehmen, kommen oft aus Ländern, die das einfach nicht erlauben – zum Beispiel Indien, Äthiopien oder Eritrea. Oder sie waren vorher staatenlos und haben gar keinen zweiten Pass.
