Im Jahr 2025 wurden in Österreich etwas weniger Menschen verurteilt als im Jahr davor. Das hat die Statistik Austria am Dienstag bekanntgegeben.
Im Jahr 2025 hat ein Gericht in Österreich 27.620 Urteile ausgesprochen, die nicht mehr angefochten werden können. Das sind 0,3 Prozent weniger als 2024. Insgesamt waren 25.195 Personen betroffen. Die Zahl der angezeigten Straftaten ist ebenfalls um ein Prozent auf 45.506 gesunken.
Am häufigsten wurden Menschen wegen Vermögensdelikten verurteilt, also zum Beispiel Diebstahl oder Betrug. Das macht etwa ein Drittel aller Urteile aus. Dicht dahinter kommen Delikte gegen Leib und Leben mit knapp 19 Prozent. Verurteilungen wegen versuchten oder vollendeten Mordes gingen sogar um rund 24 Prozent zurück.
Bei den Verurteilten gab es Unterschiede: 84,5 Prozent waren Männer. Die meisten – 85,7 Prozent – waren 21 Jahre oder älter, als sie die Tat begangen haben. Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren machten sechs Prozent der Verurteilten aus. Etwas mehr als die Hälfte der Verurteilten hatte die österreichische Staatsbürgerschaft.
