Die Umweltorganisation WWF fordert, dass Wien mehr Flächen in der Unteren Lobau an die EU als Renaturierungsgebiete meldet, um die Natur entlang der Donau zu stärken.
Die Untere Lobau ist ein großes Stück Natur direkt vor den Toren Wiens. Sie liegt im Nationalpark Donau-Auen, in dem seltene Tiere und Pflanzen leben. Der WWF sagt: Es gibt Flächen, die eigentlich perfekt wären, um die Natur wieder mehr Raum zu geben – sie wurden aber noch nicht offiziell an die EU gemeldet. Das nennt der WWF die „Renaturierungs-Lücke".
Renaturierung bedeutet, dass die Natur sich wieder freier entwickeln darf. Zum Beispiel können alte Donau-Seitenarme wieder mit Wasser versorgt werden, damit Fische, Frösche und Vögel dort leben können. Das ist gut für die Artenvielfalt und hilft der Stadt auch, sich gegen Hochwasser und die Folgen des Klimawandels zu wappnen.
Die EU hat ein Gesetz beschlossen, das die Länder dazu verpflichtet, solche Flächen zu benennen. Wien muss also der EU mitteilen, welche Gebiete es schützen und verbessern will. Der WWF möchte, dass die zuständige Wiener Stadträtin Ulli Sima diese Flächen nachmeldet – gemeinsam mit dem Land Niederösterreich, das ebenfalls Teile des Nationalparks betreut.
