In Österreich wird seit Jahren deutlich weniger gebaut, und Expertinnen und Experten sagen: 2026 ist der Tiefpunkt erreicht.

Was ist passiert? Die Beraterfirma EY hat sich angeschaut, wie viel in Österreich gebaut wird. Das Ergebnis: 2026 wird im Vergleich zu 2021 etwa zwölf Prozent weniger gebaut. Schuld ist vor allem der Wohnungsneubau, also neue Wohnungen. Davon wurden 2021 noch rund 23.000 genehmigt, letztes Jahr nur etwa 11.000. Elisabeth Sardy-Rauter von EY sagt: "Der Wohnungsneubau ist in den vergangenen Jahren ganz stark eingebrochen, deshalb sehen wir diese großen Rückgänge." Für ein Land, in dem viele Menschen eine Wohnung suchen, ist das ein großes Problem.

Wer hilft? Die Beraterinnen und Berater von EY schauen genau hin, wo es hapert: an den hohen Baukosten, an teuren Grundstücken und an den Zinsen, die gerade eher steigen. Sie sagen auch, dass Österreich eine EU-Regel zu Gebäuden noch nicht umgesetzt hat. Dadurch wissen viele nicht genau, welche Förderungen sie bekommen können. Trotzdem gibt es Lichtblicke: Im geförderten Wohnbau wird mehr gebaut, und geförderte Wohnungen finden sofort Mieterinnen und Mieter. Die Auftragsbestände im Baugewerbe sind im ersten Quartal 2026 auf 15 Wochen gestiegen, nach 13 Wochen im Jahr 2025. Das zeigt, dass sich der Markt langsam wieder fängt.