Der Rechnungshof hat die Wirtschaftskammer Österreich geprüft und dabei mehrere Punkte beanstandet – von undurchsichtigen Bezügen bis zu hohen Kosten.

Der Rechnungshof hat Berichte über die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) veröffentlicht. Die Wirtschaftskammer vertritt Unternehmen in Österreich und wird über Pflichtbeiträge der Firmen finanziert. Geprüft wurden die Bundeskammer in Wien und die Kammern in den Bundesländern. Der Rechnungshof fand heraus, dass vieles nicht transparent genug war: Reserven und Bilanzen waren schwer vergleichbar, Aufgaben überschnitten sich, und bei einigen Bezügen war nicht klar dokumentiert, wer überhaupt Geld bekommen durfte. Konkret nannte der Rechnungshof zum Beispiel einen Vielfliegerstatus, der für ein Präsidiumsmitglied um 2.000 Euro bezahlt wurde, sowie eine hohe Hotelkostenpauschale, die nicht zu den tatsächlichen Kosten passte. Auch Funktionärsämter sind grundsätzlich ehrenamtlich, aber über Jahrzehnte wurden Millionen an Funktionsentschädigungen ausgezahlt, ohne die gesetzlichen Voraussetzungen zu prüfen.