In Österreich wurde gewählt, wer den ORF leiten soll – und ein Bewerber hat seine Erfahrung im internationalen Mediengeschäft eingebracht.

Stell dir vor, dein Land hat einen riesigen Fernsehsender, den fast alle schauen. Für so einen Sender braucht es eine Chefin oder einen Chef – beim ORF in Österreich heißt diese Person Generaldirektor. Bei der Wahl hat sich Clemens Pig mit 21 Stimmen gegen die anderen durchgesetzt. Der zweite Platz ging an Johannes Larcher, der vorher bei großen Streaming­diensten wie Hulu, HBO und Storytel gearbeitet hat.

Larcher hat nach der Wahl gesagt, dass ihm im Verfahren zwei Dinge vorgehalten wurden: Er sei „nicht ausreichend anschlussfähig" und „nicht steuerbar genug". Das klingt hart – bedeutet so viel wie: Manche fanden ihn vielleicht zu eigenständig. Er selbst findet das Verfahren offenbar fragwürdig und hat das auch öffentlich gesagt.