Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ORF III haben sich mit einem offenen Brief an die ORF-Spitze gewandt – sie befürchten, dass ihr Sender stark zusammengespart wird.

Was ist passiert? ORF III ist der Kultur- und Informationssender des ORF. Gerade läuft im Hintergrund vieles neu: Es gibt eine neue Generaldirektion, und es werden Sparpläne vorbereitet. Die Belegschaft hat erfahren, dass das Programmbudget von ORF III, also das Geld für Sendungen, von etwa 15 Millionen Euro auf rund die Hälfte gekürzt werden soll. 2.300 Stunden Programm pro Jahr wären dann kaum noch finanzierbar. Dazu gehört vieles, was junge Leute mögen: Konzert- und Kabarettübertragungen, Sendungen aus den Bundesländern und Opernabende zur Primetime.

Wer hilft? Die Belegschaft selbst ist hier die treibende Kraft. Sie hat einen offenen Brief an die designierte Generaldirektorin Ingrid Thurnher und den designierten Generaldirektor Clemens Pig geschrieben. Darin sagt sie: Ja, auch ORF III muss sparen, aber bitte nicht so, dass das Programm und die Arbeitsplätze zerstört werden. Der ORF als Unternehmen antwortet, dass der Spardruck „enorm" sei und man gerade prüfe, welche Bereiche wirklich gekürzt werden müssten. Auch die kommerzielle Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz hatte schon vorher darauf aufmerksam gemacht, dass ORF III im Vergleich zum Mutterhaus ohnehin günstiger produziert.