In Kärnten zeigt ein Förster, wie ein kaputter Fichtenwald zu einem vielfältigen, klimafitten Mischwald werden kann.

Stell dir vor, ein Wald besteht fast nur aus Fichten. Dann kommt 2014 ein heftiger Schnee- und Eisregen, viele Bäume knicken um. Der Borkenkäfer, ein kleiner Käfer, hat danach leichtes Spiel und vermehrt sich massenhaft. Genau das ist in einem Revier am Wörthersee in Kärnten passiert.

Der Förster Eckart Senitza hat sich entschieden, nicht alles aufzuräumen und neue Bäume zu pflanzen. Stattdessen ließ er die toten Fichten stehen und hat den jungen Bäumen, die von selbst keimten, beim Wachsen geholfen. Heute wachsen dort rund zwölf verschiedene Baumarten, vor allem Laubbäume wie Buche. Das macht den Wald viel robuster gegen Hitze, Sturm und Schädlinge.

Senitza ist Chef des Vereins Pro Silva Austria. Der Verein bringt Waldbesitzer, Förster und sogar Uni-Professoren zusammen, damit alle voneinander lernen können. Bei Exkursionen schauen sie sich gute Beispiele an und übertragen sie auf andere Wälder. Die Kärntner Landesforstdirektion hilft dabei mit Förderungen.