Eine Studie der TU Graz zeigt, dass eine Getreidesorte namens Kernza den Boden viel weniger belastet als Weizen und trotzdem leckere Lebensmittel liefern kann.

Stell dir vor, Getreide wächst mehrere Jahre auf demselben Feld, ohne dass der Bauer es jedes Jahr neu säen muss. Genau das macht eine Pflanze namens Kernza. Forschende der TU Graz haben in Frankreich, Belgien und Schweden untersucht, was mit dem Boden passiert, wenn Kernza statt Weizen angebaut wird. Das Ergebnis: Im Boden leben viel mehr verschiedene Mikroorganismen, und auch Regenwürmer und Käfer fühlen sich dort wohler.

Warum ist das so? Die Wurzeln von Kernza reichen tief in den Boden und bleiben viele Jahre ungestört. Dadurch kann der Boden Wasser besser aufnehmen – gut bei Starkregen. Außerdem braucht Kernza weniger Dünger und Wasser als Weizen. Geschmacklich erinnert es eher an Roggen als an Weizen, und daraus werden in den USA schon Brot, Kekse, Bier und sogar Whisky hergestellt.

Was kannst du tun? Achte beim Einkaufen auf neue Getreidesorten oder Backwaren mit ungewöhnlichen Zutaten, wenn sie in deiner Region auftauchen. Du kannst das Thema auch in der Schule aufgreifen, etwa im Biologie- oder Geografieunterricht, und mit Freundinnen und Freunden diskutieren, wie Landwirtschaft klima- und bodenfreundlicher werden kann. In Europa ist Kernza noch nicht offiziell zugelassen, aber Forschende arbeiten daran.