Eine große Studie zeigt: Bei Frauen zwischen 35 und 49 Jahren hat sich die Zahl der Unfruchtbarkeitsdiagnosen weltweit zwischen 1990 und 2023 ungefähr verdoppelt.
Forschende aus China haben Daten aus 204 Ländern ausgewertet. Dabei haben sie gesehen: Vor allem Frauen zwischen 35 und 49 Jahren bekommen heute öfter die Diagnose „Unfruchtbarkeit" als früher. Weltweit ging die Zahl der Diagnosen von rund 27 Millionen im Jahr 1990 auf fast 54 Millionen im Jahr 2023 nach oben. Eine Ursache: Viele Frauen bekommen heute erst deutlich später Kinder als früher - und ab etwa 35 Jahren nimmt die Zahl und Qualität der Eizellen deutlich ab.
Zum Glück ist das Thema nicht nur schlecht. Es gibt Ärztinnen und Ärzte, die helfen können, zum Beispiel mit Hormonbehandlungen oder künstlicher Befruchtung (IVF). Es gibt auch das sogenannte Social Egg Freezing: Dabei werden Eizellen vorsorglich eingefroren, damit man sie später nutzen kann, wenn man bereit für ein Kind ist. Expertinnen wie die Wiener Reproduktionsmedizinerin Beda Hartmann sagen: Am besten ist es, Eizellen dafür schon mit etwa 25 Jahren einzufrieren. Politik und Gesellschaft können außerdem dafür sorgen, dass es leichter wird, früher Kinder zu bekommen - zum Beispiel mit besserer Kinderbetreuung und mehr Sicherheit im Job.
Du musst jetzt noch keine Entscheidung treffen. Aber gut zu wissen: Wenn du dir Sorgen um deine Fruchtbarkeit machst oder Fragen hast, kannst du mit einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt sprechen. Wenn du weißt, dass du vielleicht später Kinder haben möchtest, kann es sinnvoll sein, dich früh über Möglichkeiten wie das Einfrieren von Eizellen zu informieren. Und grundsätzlich gilt: Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, Bewegung und ohne Rauchen hilft deinem Körper - auch deiner Fruchtbarkeit.
