Eine große Studie zeigt: Auch wenn Bäume im Frühling super wachsen, kann genau das ihr Todesurteil sein.
In Europa sterben seit etwa 20 Jahren immer mehr Bäume, bevor sie alt werden. Das haben Forschende aus der Schweiz und Frankreich herausgefunden. Sie haben sich über 500.000 Bäume aus 52 Arten in Frankreich angeschaut, zum Beispiel Fichten, Buchen und Weißtannen. Dabei haben sie Daten aus den Jahren 2015 bis 2023 ausgewertet. Mit Computermodellen und künstlicher Intelligenz haben sie berechnet, welche Wetterbedingungen Bäume besonders gefährden.
Das Überraschende: Nicht nur extreme Dürre tötet die Bäume. Auch ein warmer und feuchter Frühling, der eigentlich super fürs Wachstum ist, kann zum Problem werden. Die Bäume wachsen dann richtig schnell, bilden viel Blattmasse und brauchen dadurch viel mehr Wasser als sonst. Sie zapfen den Boden schon im Frühling stark an. Kommt dann im Sommer eine Trockenphase, fehlt das gespeicherte Wasser – die Bäume leiden schnell unter Durst. Die Forschenden nennen diesen Effekt „structural overshoot“.
