Ein riesiger Waldbrand in den französischen Pyrenäen hat etwa 10.000 Menschen in Sicherheit gebracht – auch die Tour de France ist betroffen.

Was ist passiert? Seit Dienstag brennt es in einem Gebirge nahe der Stadt Perpignan im Süden Frankreichs. Das Feuer hat sich inzwischen über 4.600 Hektar Land ausgefressen – das entspricht ungefähr 6.500 Fußballfeldern. In 26 Dörfern mussten die Menschen ihre Häuser verlassen. Etwa die Hälfte von ihnen wohnte auf Campingplätzen, wo Dutzende Wohnwagen und 26 Bungalows zerstört wurden. Die höchste Waldbrand-Warnstufe Rot gilt jetzt in sieben Departements, in 41 weiteren besteht hohe Gefahr.

Wer hilft? Rund tausend Feuerwehrleute mit 380 Fahrzeugen sowie Löschflugzeuge und Hubschrauber kämpfen gegen die Flammen. Auch die Tour de France hat reagiert: Die dritte Etappe fand zwar am Montag statt, aber ohne Zuschauer auf der französischen Seite. Die Organisatoren stellten den Fahrern zusätzliches Wasser, Eis und ein Kühlmotorrad zur Verfügung, weil Temperaturen über 40 Grad erwartet werden. Die EU-Kommission kündigte an, fast 800 Feuerwehrleute aus 14 Ländern in die am stärksten betroffenen Gebiete zu schicken.