Wegen einer starken Hitzewelle in Frankreich könnten einzelne Etappen der Tour de France abgesagt oder verändert werden, wenn die höchste Warnstufe Rot ausgerufen wird.

Was ist passiert? Frankreich erlebt gerade eine extreme Hitzewelle, die heftigste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1947. Nach ersten Schätzungen sind etwa 2.000 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Die Tour de France startet am Samstag in Barcelona und führt durch viele Departements, in denen zehn Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet werden. Damit bei so viel Publikum nichts passiert, hat Innenminister Laurent Nuñez den lokalen Behörden, den sogenannten Präfekten, erlaubt, in Ausnahmefällen Etappen abzusagen oder zu verändern. Das passiert nur, wenn die Sicherheit von Zuschauern, Fahrern und Helfern nicht mehr garantiert werden kann.

Wer hilft? Tour-Chef Christian Prudhomme hat klargestellt, dass die Gesundheit der Menschen vor dem Sport kommt. Er sagte der Zeitung "L'Équipe", die örtlichen Verantwortlichen könnten zum Wohle der Bevölkerung schon immer Regelungen erlassen, es gehe um den gesunden Menschenverstand. Neben den Präfekten kümmern sich Rettungsdienste, Veranstalter und lokale Behörden darum, dass genug Wasser, Schatten und Hilfe vor Ort sind. Auch die UCI, der Weltverband des Radsports, stimmt sich mit den Organisatoren ab, damit im Notfall schnell reagiert werden kann.

Was kannst du tun? Wenn du die Tour live verfolgen willst, check am Etappentag die offiziellen Infos der Tour und schau auf die Hitzewarnungen deiner Region. Trage leichte Kleidung, nimm genug Wasser mit und suche Schattenplätze auf, statt stundenlang in der prallen Sonne zu stehen. Achte auf ältere Menschen, Kinder und Tiere in deiner Umgebung und hilf, sie mit Wasser und kühlen Räumen zu versorgen.