Eine neue Studie aus Wien zeigt: Wenn es tagelang heiß bleibt, rufen Menschen häufiger den Rettungsdienst – und bestimmte Gruppen trifft es besonders.
Was ist passiert? Forscherinnen und Forscher der Medizinischen Universität Wien und der Berufsrettung Wien haben fast eine Million Rettungseinsätze aus den Jahren 2018 bis 2021 ausgewertet. Das Ergebnis: An Tagen, an denen es mindestens 20,5 Grad hat und das zwei Tage hintereinander, steigen die Einsätze um etwa acht bis neun Prozent. Das klingt erst mal wenig, bedeutet aber täglich viele zusätzliche Notfälle. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie ältere Menschen zwischen 76 und 85 Jahren. Frauen waren etwas häufiger betroffen als Männer.
Wer hilft? Viele Menschen arbeiten daran, Wien besser auf Hitze vorzubereiten. Forscherinnen und Forscher empfehlen, Warnsysteme stärker an den Nachttemperaturen auszurichten, weil der Körper nachts nicht mehr abkühlen kann. Städteplanerinnen und Städteplaner wollen Straßen so umbauen, dass man auch im Sommer zu Fuß sicher unterwegs ist: mit Fußgängerampeln, die nicht mitten auf der Straße blinken, und mit Bänken im Schatten, auf denen man sich ausruhen und mit anderen quatschen kann. Nachbarschaftsinitiativen und Familien von pflegebedürftigen Menschen achten aufeinander und schauen, dass alle genug trinken und nicht allein sind.
