Die Bundesfamilienministerin will den Unterhaltsvorschuss kürzen und gleichzeitig härter gegen Eltern vorgehen, die nicht zahlen.

Stell dir vor, dein Papa oder deine Mama zahlt keinen Unterhalt für dich. Dann springt der Staat ein – mit dem sogenannten Unterhaltsvorschuss. Familienministerin Karin Prien will diesen Vorschuss jetzt aber nur noch bis zu deinem 16. Geburtstag zahlen. Heute bekommen Kinder die Hilfe bis zum 18. Geburtstag.

Prien sagt: 80 bis 85 Prozent der Eltern, die nicht zahlen, sind Väter. Das findet sie nicht fair. Sie will, dass die Länder diese Eltern stärker unter Druck setzen, zum Beispiel mit Fahrverboten oder Führerscheinentzug. Das funktioniert in anderen Ländern wie Großbritannien, Polen oder Tschechien.

Aber es gibt auch viel Kritik. Alleinerziehende Mütter, der Kinderschutzbund und Gewerkschaften sagen: Kürzungen treffen die Kinder, die sowieso schon ein höheres Risiko haben, in Armut zu leben. Sie wollen, dass der Unterhalt besser eingetrieben wird, statt die Hilfe zu kürzen.