Familienministerin Karin Prien plant ein neues Gesetz: Der Staat soll getrennten Eltern den Unterhalt für ihre Kinder nur noch bis zum 15. Geburtstag vorstrecken.

Wenn sich Eltern trennen, muss ein Elternteil dem Kind normalerweise Geld zahlen – den sogenannten Unterhalt. Macht das dieser Elternteil nicht, springt der Staat ein und zahlt einen Vorschuss. Das ist der Unterhaltsvorschuss. Aktuell bekommen Alleinerziehende diesen Vorschuss bis zum 18. Geburtstag ihres Kindes und ohne zeitliche Begrenzung. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will das jetzt ändern: Künftig soll der Vorschuss nur noch bis zum 15. Geburtstag gezahlt werden.

Der Grund: Die Kosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Bund und Länder zahlen zusammen rund 3,2 Milliarden Euro pro Jahr an Alleinerziehende. Vor allem die Kommunen – also Städte und Gemeinden – klagen über die hohe Belastung. Prien sagt, der Unterhaltsvorschuss sei „eines der größten Kostenfaktoren für die Kommunen" geworden. Deshalb soll die Leistung wieder stärker begrenzt werden.