Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) plant eine große Reform des Elterngeldes – weniger Monate, dafür flexibler.

Was passiert gerade? Die Bundesregierung will das Elterngeld neu regeln. Statt bisher 14 Monate sollen Eltern nur noch 12 Monate insgesamt bekommen. Diese 12 Monate werden nach dem Modell 6+3+3 aufgeteilt: 6 Monate können die Eltern frei unter sich aufteilen, und je 3 Monate sind für Mutter und Vater reserviert. Außerdem können Eltern in Zukunft beliebig viele Monate gleichzeitig nehmen – diese Regel hatte die alte Ampel-Regierung eingeführt, sie soll nun wieder wegfallen.

Auch beim Geld ändert sich etwas: Der Mindestbetrag steigt von 300 auf 330 Euro, der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro. Diese Sätze wurden seit Einführung des Elterngeldes vor fast 20 Jahren nicht erhöht. Wegfallen soll dagegen der Partnerschaftsbonus, den Eltern bisher bekamen, wenn beide in Teilzeit arbeiteten. Der Geschwisterbonus für Familien mit mehreren kleinen Kindern soll dagegen länger gezahlt werden.