Die Bundesregierung will verhindern, dass die Krankenkassen bald mehr kosten – und verhandelt deshalb gerade über ein neues Sparpaket.
Was ist passiert? Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland geben gerade viel mehr Geld aus als geplant. Für das Jahr 2027 fehlen rund 18,8 Milliarden Euro. Damit die Beiträge – also das Geld, das du oder deine Eltern jeden Monat zahlen – nicht noch weiter steigen, plant die Regierung ein Sparpaket. Union und SPD verhandeln diese Woche über den Entwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Geplant ist unter anderem, dass mitversicherte Ehepartner, die kein eigenes Geld haben, ab 2028 etwas dazuzahlen. Auch Zuzahlungen für Medikamente sollen steigen.
Wer hilft? Die Koalition selbst will mit höheren Steuergeldern aus dem Bundeshaushalt gegensteuern, damit Beitragserhöhungen kleiner ausfallen. Minister Lars Klingbeil (SPD) stellt bis 2030 jedes Jahr 750 Millionen Euro extra für die Gesundheitsversorgung von Menschen im Bürgergeld bereit. Die Krankenkassen selbst, vertreten durch den Spitzenverband mit Oliver Blatt, prüfen, ob die Reform wirklich ihre Sparziele erreicht, und warnen vor weiteren Belastungen für Versicherte. Schließlich kontrolliert auch der Bundesrat das Gesetz – das Gremium entscheidet am Freitag darüber.
