Die Bundesregierung will einen kleinen Zuschlag für Kinder aus armen Familien abschaffen.

Was ist passiert? Seit Juli 2022 bekommen Kinder aus armen Familien in Deutschland jeden Monat automatisch 25 Euro extra – zusätzlich zum Kinderzuschlag. Dieser kleine Zuschlag heißt „Sofortzuschlag". Die Regierung aus CDU/CSU und SPD will ihn jetzt streichen. Das bedeutet: Familien, die ohnehin wenig Geld haben, bekommen ab dann jeden Monat 25 Euro weniger pro Kind. Bei zwei Kindern sind das schon 50 Euro im Monat, die fehlen – zum Beispiel für Essen, Kleidung oder Schulmaterial.

Wer hilft? Familienverbände, Sozialorganisationen und die Opposition kritisieren den Plan. Sie sagen: Kinderarmut in Deutschland ist ein ernstes Problem, und gerade jetzt, wo Preise für Lebensmittel und Wohnen hoch sind, dürfe man Familien nicht noch Geld wegnehmen. Auch die frühere Bundesfamilienministerin Lisa Paus hatte den Zuschlag bei seiner Einführung als wichtigen ersten Schritt gegen Kinderarmut beschrieben. Politikerinnen und Politiker im Bundestag müssen noch über das Gesetz abstimmen – es ist also noch nicht endgültig entschieden.