Die Familienministerin Karin Prien hat einen Plan vorgestellt, der das Elterngeld für Eltern in Deutschland verändern soll.

Wenn Eltern in Deutschland heute ein Baby bekommen, können sie 14 Monate lang Elterngeld bekommen. Das ist Geld vom Staat, das die Eltern nach der Geburt bekommen, weil sie sich um das Kind kümmern. Aktuell sind es 14 Monate, wenn beide Elternteile mindestens zwei Monate davon übernehmen. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will das nun ändern.

Nach dem neuen Plan soll es nur noch 12 Monate Elterngeld geben, wenn beide Elternteile jeweils drei Monate übernehmen. Drei Monate sind also für jeden Elternteil reserviert. Weitere sechs Monate können sich die Eltern flexibel teilen. Väter würden künftig also mehr Verantwortung übernehmen als bisher. Für Alleinerziehende soll es sogar bis zu 12 Monate volles Elterngeld geben.

Gleichzeitig soll das Geld leicht steigen: Der Mindestbetrag soll von 300 auf 330 Euro pro Monat klettern, der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro. Außerdem bleibt dabei, dass das Elterngeld grundsätzlich 65 Prozent des Nettoeinkommens ersetzt. Wer mehr als 175.000 Euro im Jahr brutto verdient, bekommt auch in Zukunft kein Elterngeld.