Die Bundesregierung will das Wohngeld ab 2027 deutlich kürzen. Der Entwurf dafür ist jetzt im Kabinett beschlossen worden und muss noch durch den Bundestag.

Was ist passiert? Das Bundeskabinett in Berlin hat einen Gesetzentwurf von Bauministerin Verena Hubertz (SPD) beschlossen. Das Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten für Menschen mit niedrigem Einkommen. Ab dem 1. Januar 2027 sollen weniger Haushalte Geld bekommen, und wer weiterhin Wohngeld erhält, soll weniger bekommen als heute. Grund: Der Bund muss sparen – die Reform soll laut Regierung unterm Strich rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr ab 2028 einsparen. Konkret wird die so genannte Dynamisierung ausgesetzt, also keine Anpassung an steigende Mieten und Inflation mehr vorgenommen, und die Heizkostenkomponente halbiert. Auch die Wohngeldformel ändert sich, sodass der Kreis der Berechtigten kleiner wird. Familien und ältere Menschen sind besonders betroffen: Laut Wohnungsministerium sind 44 Prozent der Bezieher Familien, in 52 Prozent der Haushalte leben Rentnerinnen und Rentner. Für 2024 hat das Statistische Bundesamt rund 4,7 Milliarden Euro an Wohngeld an gut 1,2 Millionen Haushalte ausgewiesen.