ÖVP-Klubchef Ernst Gödl glaubt, dass sich die Parteien bei der Reform des Wehrdienstes einigen können.

In Österreich diskutieren die Parteien gerade über eine Reform des Wehrdienstes. Aktuell müssen Männer sechs Monate lang zur Bundesheer-Grundausbildung. Eine eigene Kommission hat nun vorgeschlagen, das auf acht Monate zu verlängern und zusätzlich Milizübungen vorzusehen. Dieses Modell heißt „Österreich plus". Ein zweiter Vorschlag, das „Stufenmodell", sieht weiterhin sechs Monate Grundwehrdienst vor, ergänzt um insgesamt 100 Tage Milizübungen.

Die Parteien sind sich nicht einig: Die ÖVP will „Österreich plus" umsetzen, die SPÖ findet sechs Monate plus zwei Monate Miliz besser, und die NEOS wollen nur ein freiwilliges Modell. Klubchef Ernst Gödl sagt trotzdem, er rechne mit einem Kompromiss und wolle sich an den Empfehlungen der Fachleute orientieren. Wenn sich die Klubobleute nicht einigen, könnte am Ende die Ebene der Parteichefs entscheiden.