Die neun österreichischen Bundesländer haben sich auf gemeinsame Wünsche für eine große Gesundheitsreform geeinigt – und sie wollen künftig mehr mitbestimmen.
Was ist passiert? Die Bundesländer – also die Chefs der neun österreichischen Regionen – haben sich zusammengesetzt und gemeinsam beschlossen, was sie bei der Gesundheitsreform vom Bund verlangen. Sie wollen zum Beispiel mehr Geld für Spitäler, klarere Regeln, welche Ärztinnen und Ärzte welche Patientinnen und Patienten behandeln, und sie wollen künftig auch bei den Fachärzten mitentscheiden, die eigene Praxen haben. Das wäre neu, weil dieser Bereich bisher vor allem von der Krankenkassa betreut wurde.
Wer hilft mit? Die Gesundheitsministerin Korinna Schumann findet die Einigung der Länder gut und sagt, man bewege sich in die richtige Richtung. Bundeskanzler Christian Stocker sagt, es brauche eine klare politische Entscheidung darüber, wohin die Reise geht. Auch der Rechnungshof – quasi der Finanzkontrolleur Österreichs – sagt, dass sich im Gesundheitssystem bis 2040 einiges ändern muss. Das nächste große Treffen, bei dem alle Beteiligten reden, findet Ende Juni in Wien statt.
