Bei einer Volksabstimmung haben die Schweizerinnen und Schweizer eine Obergrenze für die Bevölkerung klar abgelehnt.

Die rechtskonservative SVP wollte, dass in der Schweiz nie mehr als zehn Millionen Menschen leben. Dafür hätte sie sogar das Abkommen mit der Europäischen Union über die freie Einreise gekündigt. Am Sonntag haben aber ungefähr 55 Prozent der Schweizer Wählerinnen und Wähler Nein gesagt, etwa 45 Prozent waren dafür. Damit bleibt alles wie vorher.

Viele Menschen haben Sorgen: Wohnungen sind knapp, Züge voll, die Schweiz wächst seit 2002 stark. Die SVP sagte, eine Obergrenze löse diese Probleme. Die Gegner, darunter fast alle anderen Parteien, der Bundesrat und die Wirtschaft, warnten, dass ohne ausländische Arbeitskräfte Spitäler, Pflegeheime und Baustellen stillstehen würden.

Die Initiative ist nun vom Tisch, die Debatte über Zuwanderung geht aber weiter. Schon bald stehen weitere Abstimmungen an, etwa zu neuen Verträgen mit der EU.

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