In der Bundesregierung wird darüber gestritten, ob erwachsene Kinder weiterhin vor hohen Pflegekosten ihrer Eltern geschützt bleiben sollen.
Wenn alte Menschen pflegebedürftig werden und ins Heim müssen, kann das richtig teuer werden. Im Durchschnitt zahlen Betroffene in Deutschland im ersten Jahr 3.245 Euro im Monat aus eigener Tasche. Damit sind viele Familien überfordert, und am Ende muss oft das Sozialamt einspringen.
Seit dem Jahr 2020 gibt es eine Schutzregel: Kinder, die weniger als 100.000 Euro im Jahr verdienen, müssen nichts dazuzahlen, wenn die Eltern auf Sozialhilfe angewiesen sind. Diese Regel heißt Angehörigenentlastungsgesetz. Gesundheitsministerin Nina Warken von der CDU will diese Schutzgrenze jetzt aber abschaffen, um die Pflegeversicherung und die Kommunen zu entlasten.
Dagegen wehrt sich Katrin Staffler von der CSU. Sie ist die Pflegebeauftragte der Regierung und sagt: Es ist falsch, die Grenze einfach zu streichen. Kinder seien durch die Pflege ihrer Eltern sowieso schon belastet, meint sie. Sie will mit ihrer Schwesterpartei und dem Koalitionspartner SPD noch mal über die richtige Höhe der Grenze reden.
