Die Bundesregierung plant Änderungen bei der Pflegeversicherung – darunter niedrigere Baustandards für Heime und später ausgezahlte Zuschläge für Bewohnerinnen und Bewohner.
Was ist passiert? Bundesgesundheitsministerin Nina Warken von der CDU will, dass Pflegeheime in Deutschland künftig einfacher und günstiger gebaut werden dürfen. Sie sagt: Manche Regeln seien übertrieben, zum Beispiel die Mindestgröße für Zimmer oder Gemeinschaftsräume. Pflegeheime würden dadurch teurer als nötig. Außerdem sollen höhere Zuschüsse für Menschen, die im Heim wohnen, künftig erst mit ein paar Monaten Verzögerung gezahlt werden. Warken sagt, damit solle die Pflegekasse im nächsten Jahr rund 2,6 Milliarden Euro sparen.
Wer hilft? Die Pflegekasse selbst soll dadurch stabiler werden, sodass die Beiträge für alle Versicherten nicht weiter steigen. Außerdem will die Ministerin mit Vorbeugung arbeiten: Durch mehr Prävention – also durch Programme für Bewegung, Ernährung und Beratung – soll Pflegebedürftigkeit möglichst vermieden oder hinausgezögert werden. Wer zu Hause gut betreut wird, muss vielleicht später oder gar nicht ins Heim.
