In der Bundesregierung wird darüber gestritten, ob erwachsene Kinder bald stärker für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen sollen.
Stellt euch vor, eure Oma oder euer Opa kann nicht mehr allein leben und braucht einen Platz im Pflegeheim. Das ist teuer. Aktuell liegt der Eigenanteil dafür laut Bericht bei rund 3.245 Euro pro Monat – also Geld, das die Familie selbst zahlen muss. Die Pflegeversicherung übernimmt nur einen Teil. Reicht das Geld der Eltern nicht, springt normalerweise das Sozialamt ein. Das nennt man „Hilfe zur Pflege“.
Seit 2019 gibt es eine Regel: Kinder müssen erst dann etwas dazuzahlen, wenn sie selbst mehr als 100.000 Euro im Jahr verdienen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will diese Grenze jetzt komplett abschaffen. Ihr Argument: Die Städte und Gemeinden sollen entlastet werden, weil das Sozialamt oft einspringen muss. Die Pflegebeauftragte der Regierung, Katrin Staffler (CSU), findet das aber keine gute Idee.
