Eine neue Studie zeigt: Österreich gibt im Vergleich zu anderen Ländern zu wenig Geld für neue Maschinen, Fabriken und Forschung aus.
Stell dir vor, dein Handy ist in die Jahre gekommen – der Akku hält kaum noch und Apps laufen langsam. Genau so geht es gerade Teilen der Wirtschaft in Österreich. Eine neue Studie der Unternehmensberatung McKinsey zeigt: Österreich investiert seit der Finanzkrise 2008 viel weniger als früher. Die sogenannte Nettoinvestitionsquote – also wie viel Geld übrig bleibt, wenn man alles abschreibt, was alt und kaputt ist – liegt nur bei 2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Zum Vergleich: Dänemark kommt auf 4,7 Prozent.
Was heißt das konkret? Österreich hat zwar noch super moderne Fabriken und viel Forschung. Aber es wird zu wenig repariert, erneuert und neu gebaut. McKinsey-Beraterin Anna Kortis sagt, Österreich bräuchte eigentlich 3 bis 4 Prozent, damit alles gut funktioniert. „Wo Unternehmen heute investieren, entscheidet darüber, wo morgen produziert und wertgeschöpft wird“, so die Studie. Wenn also heute zu wenig investiert wird, fehlt das Geld morgen an vielen Stellen.
