Eine Brandenburger Beauftragte warnt davor, die DDR zu verklären – und erklärt, warum das für euch heute noch Bedeutung hat.
Die DDR, also der ostdeutsche Staat, der von 1949 bis 1990 existierte, war keine normale Demokratie. Eine einzige Partei, die SED, hatte die Macht. Menschen, die Kritik übten oder anders leben wollten, wurden verfolgt, eingesperrt oder mussten das Land verlassen. Die Brandenburger Aufarbeitungsbeauftragte Maria Nooke hat jetzt einen Bericht vorgestellt. Sie sagt: Viele Menschen denken heute viel zu freundlich über die DDR. Das sei ungerecht gegenüber denen, die unter dem System gelitten haben.
Es gibt aber auch gute Nachrichten: Immer mehr Menschen in Brandenburg holen sich Hilfe. Im Jahr 2025 haben 412 Menschen eine Opferrente beantragt – dreimal so viele wie 2024. Rund 1.300 Leute haben sich 2024 und 2025 zusammen beraten lassen, etwa 700 davon zum ersten Mal. Seit Juli 2025 gibt es ein neues Gesetz, das die Anerkennung von Gesundheitsschäden durch politische Verfolgung erleichtert. Wer mindestens 90 Tage im DDR-Knast war, bekommt jetzt leichter eine Rente, ohne dass das Einkommen geprüft wird.
