Die Bundesregierung plant, dass pflegende Angehörige künftig weniger Rente bekommen als bisher – und darüber wird gerade heftig gestritten.

Stell dir vor, jemand kümmert sich jeden Tag um seine schwer kranke Mutter oder seinen Vater und kann deshalb gar nicht oder nur wenig arbeiten. Damit diese Person später trotzdem eine Rente bekommt, zahlt die Pflegekasse heute einen Teil der Rentenbeiträge für sie. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken von der CDU will diesen Anteil nun von 100 auf 70 Prozent senken. Das bedeutet: Im Alter gibt es weniger Geld.

Warken sagt, die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland steigt, die Kosten auch, und es werde immer schwieriger, das alles zu bezahlen. Deshalb müsse man sparen. Eine andere Idee von ihr: Die 100.000-Euro-Grenze abschaffen. Heute müssen Kinder für die Pflege ihrer Eltern nur dann zahlen, wenn sie selbst mehr als 100.000 Euro im Jahr verdienen. Diese Regelung soll überprüft werden, weil sie laut Warken in Zeiten knapper Kassen nicht mehr passe.