Eine zweiwöchige Hitzewelle im Juni 2026 hat die deutsche Wirtschaft laut einer neuen Studie mindestens 6,3 Milliarden Euro gekostet – vor allem, weil Menschen bei großer Hitze weniger schaffen.

Was ist passiert? Im Juni 2026 wurde es in Deutschland extrem heiß: Bis zu 41,7 Grad wurden gemessen – ein neuer Rekord für diesen Monat. Eine Beratungsfirma namens Prognos hat ausgerechnet, was diese zwei heißen Wochen die Wirtschaft gekostet haben: mindestens 6,3 Milliarden Euro. 97 Prozent davon kommen daher, dass Beschäftigte bei Hitze langsamer arbeiten, weniger konzentriert sind und öfter Pausen brauchen. Das verarbeitende Gewerbe, also zum Beispiel Fabriken, hat mit 1,9 Milliarden Euro den größten Anteil getragen, dicht gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen.

Wer hilft? Forschende vom Prognos-Institut und vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie machen auf das Problem aufmerksam. Sie sagen: Deutschland ist auf so hohe Temperaturen nicht vorbereitet, weil Häuser, Fabriken und Straßen für ein Klima gebaut wurden, das es heute gar nicht mehr gibt. Auch das Robert Koch-Institut hat mitgezählt: Schätzungsweise 5.120 Menschen sind während der Hitzeperiode gestorben. Politik, Unternehmen und Forschung müssen nun gemeinsam nach Lösungen suchen, zum Beispiel mit kühleren Arbeitsplätzen und Hitzeschutz in Gebäuden.