Eine neue Studie zeigt, dass Überschwemmungen in Europa immer größere wirtschaftliche Schäden anrichten – und Deutschland ist besonders stark betroffen.

Stell dir vor, ein Fluss tritt über die Ufer und Wasser flutet Straßen, Keller und Häuser. Genau das passiert in Europa laut einer neuen Studie des Kreditversicherers Allianz Trade durchschnittlich etwa 50-mal pro Jahr. Zwischen 2020 und 2025 waren die Schäden in Europa rund 40 Prozent höher als im gesamten ersten Jahrzehnt des Jahrhunderts. In Deutschland waren es sogar 184 Prozent mehr.

Insgesamt summieren sich die direkten Flutschäden in Europa seit dem Jahr 2000 auf 226 Milliarden Euro. Deutschland steht mit etwa 69 Milliarden Euro an der Spitze, gefolgt von Italien mit 37 Milliarden und Spanien mit 22 Milliarden Euro. Grund für die wachsenden Schäden ist unter anderem, dass weiterhin viele Menschen in gefährdeten Gebieten wohnen und arbeiten. Auch der Klimawandel spielt eine Rolle: Durch ihn führen Flüsse laut Weltorganisation für Meteorologie entweder zu wenig oder zu viel Wasser.