Im Juni 2026 hat eine rekordverdächtige Hitzewelle in Deutschland zu geschätzt rund 5.100 Toten geführt – darunter vor allem ältere Menschen.

Was ist passiert? Im Juni 2026 hat es in Deutschland extreme Hitze gegeben. An manchen Orten wurden über 41 Grad gemessen, am 27. Juni sogar 41,8 Grad – ein Rekord für einen Juni in Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat ausgerechnet, dass zwischen dem 22. und 28. Juni etwa 4.310 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben sind. Insgesamt schätzt das RKI rund 5.100 Hitzetote seit Sommerbeginn. Damit ist die Zahl schon jetzt höher als in den meisten ganzen Vorjahren. Besonders betroffen waren ältere Menschen: Über 80 Prozent der Toten waren älter als 75 Jahre.

Wer hilft? Das RKI und der Deutsche Wetterdienst (DWD) beobachten die Lage genau und warnen die Bevölkerung frühzeitig vor extremer Hitze. Politiker wie die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge fordern, Schulen, Altenheime und Krankenhäuser mit Klimaanlagen und Solaranlagen auszustatten. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz setzt sich dafür ein, dass Pflegeheime und Krankenhäuser besser vorbereitet werden. Auch Ärztinnen wie Alina Herrmann erklären, welche Menschen besonders gefährdet sind, zum Beispiel Leute mit Herz- oder Atemwegserkrankungen. Zum kommenden Wochenende werden laut DWD wieder Temperaturen über 30 Grad erwartet.