Der Chef des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, fordert, dass Deutschland bei der Vorbereitung auf Krisen und Katastrophen deutlich mehr Tempo macht.
Stell dir vor, ein Sturm legt tagelang den Strom in einer Region lahm oder eine Flut zwingt Tausende Menschen, ihre Häuser zu verlassen. Genau für solche Situationen gibt es den Katastrophenschutz. Dazu gehören freiwillige Helferinnen und Helfer, Feuerwehren, das Technische Hilfswerk (THW) und Hilfsorganisationen wie das DRK. Hermann Gröhe, der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, sagt: „Aktuell sei man nicht so aufgestellt, wie man aufgestellt sein müsse.“ Damit meint er, dass die Vorbereitung in Deutschland aus seiner Sicht nicht reicht.
Seit 2020 hat die Bundesregierung den Plan, zehn sogenannte mobile Betreuungsmodule zu kaufen. Das sind im Grunde transportable Städtchen: mit Betten, Küchen, Sanitätsbereichen und allem, was man braucht, um bis zu 5.000 Menschen in einer Notlage zu versorgen. Ein einziges solches Modul kostet 35 Millionen Euro. Realisiert sind aber erst eineinhalb davon, also etwa 15 Prozent des Plans. Gröhe kritisiert, dass das viel zu langsam geht: „Wenn wir in dem Tempo weitermachen, ist das jedenfalls viel, viel zu langsam.“
