In Südkorea haben bei einer wichtigen Wahl in vielen Wahllokalen die Stimmzettel gefehlt – jetzt protestieren vor allem junge Menschen für neue Wahlen.

Was ist passiert? Südkorea hat am vergangenen Mittwoch Regional- und Kommunalwahlen abgehalten. An 50 Wahllokalen war zeitweise kein Stimmzettel mehr da. In 22 dieser Wahllokale konnte man gar nicht mehr wählen, weil gar nichts mehr da war. Präsident Lee Jae Myung fand das „absurd“ und kaum vorstellbar für eine Demokratie wie Südkorea.

Wer hilft? Die Regierung hat reagiert: Auf Anweisung von Präsident Lee prüft jetzt eine große Untersuchung, was bei der Nationalen Wahlkommission schiefgelaufen ist. Außerdem gehen seit fünf Tagen Tausende Menschen in Seoul auf die Straße und fordern Neuwahlen. Präsident Lee hat aber auch klar gesagt: Es gibt bisher keinen Beweis, dass jemand die Wahl absichtlich manipuliert hat.