In Peru haben mehr als 27 Millionen Menschen eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten gewählt – das vorläufige Ergebnis ist denkbar knapp.
Was ist passiert? Bei der Stichwahl in Peru traten Keiko Fujimori und Roberto Sánchez gegeneinander an. Fujimori ist Konservative und will vor allem mehr Sicherheit. Sánchez ist Linkspolitiker und will, dass der Staat die Wirtschaft stärker lenkt. Nach der Auszählung von mehr als 45 Prozent der Stimmen lag Fujimori knapp vorn. Das endgültige Ergebnis steht aber noch aus und wird frühestens Mitte Juli erwartet. Der Amtsantritt ist für den 28. Juli geplant. Für Fujimori ist es bereits der vierte Versuch, Präsidentin zu werden; Sánchez kandidiert zum ersten Mal.
Wer hilft? In Peru versuchen viele Menschen, den friedlichen Wechsel zu organisieren. Die Wahlbehörde zählt die Stimmen sorgfältig aus, damit das Ergebnis glaubwürdig ist. Beobachterinnen und Beobachter begleiten die Wahl, damit alles fair zugeht. Auch Aktivistinnen und Aktivisten wie Milagros Samillán werben dafür, wählen zu gehen, damit die Menschen selbst bestimmen, wer das Land führt. Sie sagt: „Wir sind gegen den Fujimorismus. Wieder einmal müssen wir gegen Frau Keiko Fujimori stimmen, damit sie nicht die volle Macht an sich reißt, die sie so verzweifelt begehrt."
