Im Kosovo fanden zum dritten Mal innerhalb von 16 Monaten Parlpartei von Ministeramentswahlen statt – die Regierungspräsident Albin Kurti liegt nach ersten Auszählungen klar vorne.
Was ist passiert? Im Kosovo, dem jüngsten Staat Europas, wurden am Sonntag zum dritten Mal innerhalb von 16 Monaten Parlamentswahlen abgehalten. Hintergrund ist ein Streit zwischen der Regierung und der Opposition: Sie konnten sich nicht fristgerecht auf ein neues Staatsoberhaupt einigen. Die Verfassung schreibt dafür ein Quorum von 80 der 120 Abgeordneten vor, also eine breite Mehrheit. Diese kam nicht zustande, unter anderem weil die Opposition die Sitzung boykottiert hatte. Daraufhin löste das Parlament sich auf und schrieb Neuwahlen aus. Nach dem vorläufigen Ergebnis liegt die Partei Vetevendosje (Selbstbestimmung) von Ministerpräsident Albin Kurti mit rund 43 Prozent vorne, gefolgt von der Demokratischen Partei (PDK) und der Demokratischen Liga (LDK). Die Wahlbeteiligung sank allerdings auf nur 36 Prozent – im Dezember waren es noch 45 Prozent. Viele Menschen im Kosovo sind frustriert über die ständigen Neuwahlen.
