Bundesaußenminister Wadephul ist gerade in Nigeria und will dort neue Wirtschaftspartnerschaften aufbauen.
Bundesaußenminister Johann Wadephul reist diese Woche durch Afrika. Nach einem Stopp in Mauretanien ist er nun in Nigeria, danach geht es nach Südafrika. Nigeria hat 240 Millionen Einwohner – das sind mehr Menschen als in jedem anderen Land Afrikas. Lagos wächst rasend schnell, aber viele Menschen dort haben zu wenig sauberes Trinkwasser und kämpfen mit Armut.
Nigeria hat große Probleme: Die Terrormiliz Boko Haram verübt Anschläge, kriminelle Gruppen entführen Menschen, und es kommt immer wieder zu Gewalt zwischen verschiedenen Volksgruppen. Wadephul hat Nigeria deshalb deutsche Hilfe im Kampf gegen diese Gruppen zugesichert. Auch bei der Wiedereingliederung von Flüchtlingen will Deutschland helfen.
Wadephul sieht in Afrika vor allem Chancen. Er traf in Lagos Influencerinnen und Influencer – darunter eine Musikerin, eine Unternehmerin aus der Kulturbranche und einen Filmemacher. Sie organisieren sich über „Pulse Africa“, ein Digitalunternehmen mit 60 Millionen Followern. Wadephul warb bei deutschen Firmen dafür, mehr in Nigeria zu investieren, zum Beispiel in junge Start-ups und in die Informationstechnologie. Auch bei Energie gibt es Potenzial: Nigeria ist einer der größten Ölproduzenten der Welt und liefert bereits Kerosin nach Deutschland.
Du kannst helfen, indem du dich informierst: Wie leben junge Menschen in Lagos? Was machen Start-ups dort? Viele Schulen und Stiftungen bieten Austauschprogramme mit Westafrika an. Auch Spenden für Deradikalisierungsprojekte wie „Mourchidates“, das mit deutscher Hilfe Frauen ausbildet, sind möglich. Wer Afrika versteht, versteht mehr von der Welt.
