Der deutsche Außenminister Wadephul war in Helsinki und hat sich angeschaut, wie Finnland seine Bevölkerung im Notfall schützt.

Was ist passiert? Der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat am 16. Juli 2026 Helsinki besucht. Er wollte sehen, wie Finnland sich gegen mögliche Bedrohungen aus Russland schützt. Besonders beeindruckt war er von einem riesigen Schutzbunker, der Merihaka-Anlage. Sie liegt etwa 20 Meter unter der Erde, bietet 6.000 Menschen Platz und schützt auch vor nuklearen und chemischen Gefahren. Im Alltag nutzen Menschen den Ort als Sportanlage, Spielplatz und Parkplatz. Die Stadt Helsinki hat übrigens rund 700.000 Einwohner, aber Schutzplätze für 900.000 Menschen. „Nicht Alarmismus, sondern Vorbereitung. Davon können wir in Europa viel lernen", sagte Wadephul nach dem Besuch.

Wer hilft? In Helsinki kümmern sich staatliche Stellen und private Betreiber gemeinsam um die Schutzräume. Das norwegische Militärhauptquartier in Reitan, tief in einem Berg, dient der NATO und Deutschland als Frühwarnstation im Nordatlantik. Finnlands Außenministerin Elina Valtonen, die in Bonn aufgewachsen ist, tauschte sich mit Wadephul darüber aus, wie die 1.340 Kilometer lange Grenze zu Russland gesichert werden kann. Die norwegische Armee spricht zudem regelmäßig mit dem russischen Nordmeerflotten-Stützpunkt in Murmansk, um Missverständnisse zu vermeiden.