Bundesaußenminister Wadephul hat am Ende seiner Südamerikareise gesagt: Der deutsche Rohstofffonds muss schnell wachsen, damit Firmen genug Material für E-Autos und Windräder bekommen.

Auf seiner viertägigen Reise durch Südamerika hat Bundesaußenminister Johann Wadephul Station in Brasilien gemacht. Dort traf er seinen brasilianischen Kollegen Mauro Vieira. Das wichtigste Thema war ein großes Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur – einer Gruppe aus Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Das Abkommen ist seit Mai 2026 vorläufig in Kraft und soll Waren und Dienstleistungen zwischen Europa und Südamerika leichter austauschen lassen. Wadephul nannte es einen „Gamechanger", also etwas, das die Lage grundlegend verändert.

Wadephul will vor allem, dass Deutschland bei seltenen Erden und anderen wichtigen Rohstoffen unabhängiger wird. Dafür soll ein Fonds wachsen, der Projekte zur Förderung solcher Rohstoffe unterstützt. Im Gespräch sagte er: „China ist schon da, die Vereinigten Staaten von Amerika kommen gerade an." Damit meinte er: Andere Länder sind in Südamerika längst aktiv, deshalb muss Deutschland jetzt nachziehen, damit Unternehmen schnell an Rohstoffe für E-Autos, Windkraft und andere Zukunftstechnologien kommen.

Für dich heißt das: Seltene Erden stecken in Elektromotoren, Smartphones und Windrädern. Wenn Deutschland und Europa eigene Quellen und Partner in Südamerika aufbauen, sinkt die Abhängigkeit von einem einzigen Land. Das macht Lieferketten stabiler und kann langfristig dafür sorgen, dass Technik zuverlässiger und günstiger wird. Wadephul kündigte an, in den kommenden Wochen mit europäischen Partnern über mehr Geld für den Fonds zu sprechen.